Auf diesen Seiten finden Sie umfassende Informationen rund um das Thema Inklusion in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Wir zeigen, wie Inklusion in Kirche und Gemeinde gelebt werden kann – barrierefrei, offen und mit Respekt für die Vielfalt aller Menschen.
Ob Sie nach praxisnahen Materialien, Ansprechpartner*innen, Projektideen oder Fortbildungsangeboten suchen – hier werden Sie fündig. Die Inhalte richten sich an Haupt- und Ehrenamtliche, an Gemeinden, Einrichtungen und alle, die sich für eine inklusive Kirche engagieren möchten.
Im März 2009 hat die Bundesrepublik Deutschland die Übereinkunft der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung (Behindertenrechtskonvention) ratifiziert und als gültiges Bundesrecht übernommen. Damit ist in Deutschland, aber auch weltweit …
Ist Ihre Kirchengemeinde inklusiv? Gibt es in Ihrem Nachbarschaftsraum Angebote für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung? Machen Menschen, die ein Handicap haben, in Ihrem Kirchenvorstand mit, oder auch in einer anderen Leitungsfunktion? Oft ist es so: In manchen …
Das Kartenset bietet eine praktische und übersichtliche Orientierungshilfe, um die vielfältigen – auch inklusiven – Angebote des Zentrums für Seelsorge und Beratung sichtbar und leicht zugänglich zu machen. Es richtet sich insbesondere an die Nachbarschaftsräume.
Diese Broschüre ist eine Handreichung für die Gemeindearbeit. Hier finden Sie Anregungen für eine barrierefreie Gestaltung des Gemeindelebens, für die Öffentlichkeitsarbeit, für inklusive Bildungsangebote und die Feier der Gottesdienste.
Beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Menschen feiern in Einrichtungen der Behindertenhilfe, in Förderschulen, in diakonischen Einrichtungen oder in Gemeindegottesdiensten regelmäßig Abendmahl. Hier stehen Freude und Festlichkeit aber auch die Gemeinschaft mit Jesus im Vordergrund.
Alles kurz und übersichtlich zusammengefasst, wie sich Innenräume barrierefrei gestalten und Veranstaltungen planen bzw. umsetzen lassen. Die Checkliste finden Sie auch in unserer Broschüre „Planung & Organisation inklusiver Veranstaltungen“ auf den Seiten 48 und 49.
Lebenszeichen – Lebensgeschichten …aus der Praxis für die Praxis
Buchbeschreibung von Christiane Esser-Kapp, Pfarrerin Referentin für Behindertenseelsorge und Inklusion am Zentrum Seelsorge und Beratung der EKHN
Mit „Lebenszeichen – Lebensgeschichten“ bieten Jochen Straub und Armin Gissel eine gelungene Arbeitshilfe. Viele Gedanken und Impulse spiegeln die Erfahrung der beiden Autoren wider, die über viele Jahre in der Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung und in der Bildungsarbeit gewachsen ist. Man spürt: Hier schreiben Praktiker für die Praxis. Im Mittelpunkt stehen die großen und kleinen Themen des Lebens. Es geht um das, was uns als Menschen ausmacht, um Erinnerungen, Beziehungen und die Fragen nach dem Ich, dem Du und dem Wir. Mit Geschichten und Gestaltungsangeboten eröffnet das Buch Erzählräume und lädt Menschen dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen über das, was trägt und was verbindet.
Die zahlreichen Gestaltungsideen des Buches sind konkret, verständlich beschrieben und mit wenig Aufwand umsetzbar. Vieles lässt sich unmittelbar in die Praxis übernehmen – und das macht den Charme des Buches aus. Es erhebt keinen Anspruch auf komplizierte Konzepte, sondern bietet alltagstaugliche Anregungen.
Als Ergänzung zu den bekannten „Lebenszeichen“ von Jochen Straub verstanden, greifen die Impulse Bekanntes auf, vertiefen es und eröffnen weitere Zugänge. Und wer schon mit den Lebenszeichen von Jochen Straub gearbeitet hat, wird in diesem Buch viele Anregungen finden.
An manchen Stellen im Buch erschließ sich die verwendete Symbolik und einzelne Metaphern nicht auf Anhieb und bedürfen einer zusätzlichen Übersetzung. Gerade in der Arbeit mit Menschen mit kognitiver Einschränkung, die einen sehr konkreten Zugang bevorzugen, kann dies eine Herausforderung darstellen.
Weniger überzeugend ist die Rubrik „Hilfreich“, in der jeweils Situationen benannt werden, für die sich die Gestaltungsangebote eignen. Es ist die Frage, ob es diesen Hinweis wirklich braucht oder gar eine Engführung in der Anwendung der einzelnen Impulse ist.
Insgesamt aber ist „Lebenszeichen – Lebensgeschichten“ ein Buch, das aus der Praxis kommt und wieder in die Praxis zurückwirkt. Und seine größte Stärke liegt in der Einladung, miteinander ins Gespräch zu kommen, Lebensgeschichten zu teilen und sich gemeinsam den Fragen zuzuwenden, die uns als Menschen verbinden.
Offenbach im Juni 2026
Mit dem Projekt „Menschen. Leben. Vielfalt – Facetten einer inklusiven Kirchengemeinde“ laden wir Sie ein, sich auf die Suche nach dem Handeln im Lichte der Inklusion in Ihrer Einrichtung oder Ihrer Kirchengemeinde/Ihrem Nachbarschaftsraum aufzumachen.
Ein Film im Rahmen des Projekts „gerechte kirchliche Jugendpolitik“ von der Projektgruppe "Inklusion" konzipiert und umgesetzt. Denn wenn wir „Wir alle!“ sagen, übersehen wir oft einige.
Leichte Sprache macht Informationen für viele Menschen besser verständlich. Sie hilft etwa Menschen mit Lernschwierigkeiten, Älteren oder Menschen, die gerade Deutsch lernen. Damit sie wirklich leicht ist, gibt es klare Regeln für Leichte Sprache.

Hilfsmittel für spirituelle und religiöse Teilhabe von Menschen mit Behinderung
Die Handreichung „Ich habe Fragen – ich möchte mitmachen“ und ein innovatives Karten-Set fördern Inklusion in Kirche und Gemeinde.
Gebete, Gottesdienste, die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft oder die Frage nach innerem Frieden und dem Sinn des Lebens: Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen bleiben solche Formen religiöser und spiritueller Teilhabe oft unerreichbar – etwa, weil Sprache, Strukturen und Angebote nicht barrierefrei gestaltet sind. Ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt der Bistümer Limburg und Paderborn, der Evangelischen Kirchen Hessen und Nassau mit der Universität Witten/Herdecke will das ändern.
Jeder Mensch hat das Recht auf Ausübung einer Religion – die UN-Behindertenrechtskonvention hat dieses Menschenrecht aufgegriffen und verdeutlicht. Aus diesem Anspruch entstanden sind zwei Materialien, die sich an Menschen mit Behinderung ebenso wie an Assistenzpersonen und Mitarbeitende in Einrichtungen und Gemeinden richten: eine Handreichung mit dem Titel „Ich habe Fragen – Ich möchte mitmachen. Meine Spiritualität begleitet“ sowie ein Karten-Set zur Teilhabeplanung. Die Handreichung ist als Wendeheft in Alltagssprache und Einfacher Sprache erschienen, macht Teilhabemöglichkeiten in neun Lebensbereichen greifbar und ermutigt Assistent:innen, aktiv nach den Teilhabewünschen zu fragen. Erklärt wird, welche Form der Unterstützung – von der religionssensiblen Assistenz bis zur Seelsorge – jeweils möglich und passend ist.
Die Handreichung benennt zu verschiedenen Lebensbereichen wie Kommunikation oder Mobilität konkrete Materialien und Kontaktadressen. Ein ergänzendes Karten-Sets hilft, Gespräche zu gliedern und ebenfalls entlang dieser neun Lebensbereiche, spirituelle und religiöse Bedürfnisse zu benennen und in Handlungsschritte zu übersetzen. So können Menschen mit Behinderung strukturiert ausdrücken, ob sie etwa einen Gottesdienst besuchen, beten oder einer Gemeinde angehören möchten – und Assistenzpersonen wissen, wie sie dabei unterstützen können.
Mit der Sicht auf Spiritual Care wird ein zentraler Bestandteil ganzheitlicher Begleitung aufgenommen. Studien des Lehrstuhls für Lebensqualität, Spiritualität und Coping der Universität Witten/Herdecke zeigen, wie wichtig die Berücksichtigung spiritueller Bedürfnisse sind. So verbindet das Projekt wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bereich Spiritual Care mit der praktischen Erfahrung kirchlicher Behindertenseelsorge
Die Arbeit wurde bereits vor Monaten mit der digitalen Version gestartet und zeigt nun auch mit der Entwicklung eines Karten-Sets praxisreife Ergebnisse. Das Karten-Set öffnet spielerisch Türen zu Auseinandersetzung mit Spiritualität und Gesprächen über spirituelle Wünsche. Die Karten ermutigen, Teilhabewünsche zu formulieren, einen individuellen Teilhabeplan zu entwickeln und zeigen konkrete Umsetzungsmöglichkeiten“, erläutert Christiane Esser-Kapp, Pfarrerin und Referentin für Behindertenseelsorge und Inklusion am Zentrum Seelsorge und Beratung der EKHN.
Materialien kostenfrei verfügbar:
Materialienzum Bestellen:
ISBN 978-3-911403-14-6
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